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Über uns

Die LBG eGbR Bagemühl im Ort Woddow liegt im Norden der eiszeitlich geprägten Uckermark. Hier bewirtschaften wir 700 ha Ackerland mit einer abwechslungsreichen Fruchtfolge. Neben unseren klassischen Hauptkulturen Raps, Weizen, Gerste und Silomais bauen wir Zwischenfrüchte, Körnerhanf, Waldstaudenroggen, Triticale und verschiedene Wildblumen- und -gräser zur Saatgutvermehrung an und es darf gerne noch vielfältiger werden!

Im Vordergrund Felder, rechts das Betriebsgelände, links und dahinter der Ort Woddow. Am Horizont gelbe Rapsfelder und Windräder.

Mit rund 25 bis 55 Bodenpunkten sind die Böden des Betriebs qualitativ sehr unterschiedlich. Durch die hügeligen Felder sind die Flächen besonders von Bodenerosion bedroht. Trockenschäden und Starkregenereignisse brachten Seniorbetriebsleiter Dietmar Zahn 2020 schließlich dazu, komplett auf das sogenannte Strip-Till-Verfahren umzustellen, um den Herausforderungen zu begegnen und den Boden nachhaltig zu bewirtschaften.

Derzeit besteht das Team aus Wilhelm, Dietmar, Marcus, Uta und Marie. Außerdem sind wir froh über die langjährige Unterstützung zahlreicher weiterer Helfer und Helferinnen im Betrieb!

John Deere Mähdrescher im reifen Weizenfeld

Wilhelm Zahn und ein Kollege zwischen jungen Rapspflanzen

Betriebsübersicht

Betriebsfläche: 700 ha
Bewirtschaftung: seit dem Jahr 2000
Bodenpunkte: 20 – 55
Technik: 120 PS / 100 ha
Kulturen im Anbau: Weizen, Hafer, Gerste, Raps, Körnerhanf, Silo- und Körnermais, Triticale, Waldstaudenrogge, Zwischenfrüchte (über 20 Arten)
Sonderkulturen: Margerite, Lichtnelken, Leimkraut, u.a.

Älterer Claas Mähdrescher mit 3 Meter Schneidwerksbreite mäht blühende Margerite, darauf ein Mann mit Strohhut. Die Förderschnecke zum Entladen ist ausgeklappt. Am Horizont Bäume, Betriebsgelände und ein Teleskoplader.

Regenerativer Ackerbau

Die Region stellt mit ihren sehr unterschiedlichen Böden – von Sand bis Ton – und häufigen Trockenphasen besondere Herausforderungen an den Anbau der Feldfrüchte. Aus diesem Grund haben wir uns 2020 dazu entschieden auf Minimalbodenbearbeitung im Strip-Till One-Pass Verfahren umzustellen.

Dafür nutzen wir eine Mzuri Pro Till 3 T. Die Drillmaschine ist aber nur ein Teil des Anbausystems! Noch wichtiger ist, dass wir auch an weiteren Stellschrauben drehen, um das Anbausystem funktionieren zu lassen. Um den Boden mit Wurzeln zu stabilisieren und zu lockern, bauen wir artenreiche Zwischenfrüchte und Untersaaten an. Dies stellt den Kern unseres regenerativen Anbausystems dar. Außerdem haben Regenwürmer so ausreichend Nahrung an der Bodenoberfläche. In Kombination einer Erweiterung der Fruchtfolge schaffen wir ein resilientes Anbausystem, das gleichzeitig zur Artenvielfalt und dem Bodenschutz beiträgt. Unsere Leidenschaft für Pflanzenbau geht bis in die Wurzel! Nichtsdestotrotz arbeiten wir im konventionellen System und Markt und setzten Pflanzenschutzmittel ein. Dies kann im Zusammenhang mit unserem Anbausystem besondere Vorteile bieten, da Herbizide (gegen Unkräuter) uns ermöglichen, Unkraut zu bekämpfen, ohne in den Boden einzugreifen. Des Weiteren können wir durch eine weitere Fruchtfolge auch mit Unkräutern besser umgehen und Pflanzenschutzmittel reduzieren.

Mzuri-Drillmaschine im Einsatz hinter Schlepper, aufgelaufener Raps wird untergearbeitet. Am Horizont Windräder.

Was ist Strip-Till One-Pass?

Das bedeutet, dass die Bodenbearbeitung nur in Streifen auf der Hälfte der Fläche erfolgt. Die Bodenstruktur und das Bodenleben, wie z.B. die Regenwürmer, bleiben dabei unberührt und können ungestört ihre Arbeit verrichten! Bei unserer Drillmaschine wird dabei in einem Arbeitsgang (One-Pass) der Boden gelockert, Rückverfestigt, Dünger unterhalb der Pflanze platziert und das Saatgut ausgebracht. Dies spart zudem auch noch Arbeitszeit und jede Menge Diesel!

Schematische Darstellung des Strip-Till One-Pass Verfahrens. Eine erste Reihe von Schare und lockert den Boden und legt Dünger ab, darauf folgt ein Rad welches den Boden wieder verfestigt, schlussendlich folgt das Sähschar zur Saatgutablage und eine erneute Rückverfestigung.

Bearbeitungseinheit im Strip-Till Verfahren mit A: Bodenlockerung mit Düngerablage; B: Bereich der Rückverfestigung; C: Saatgutablage mit erneuter Rückverfestigung. (Mzuri-Agro 2020)

Gedrillte Reihen mit vielen unterschiedlichen, grünen Pflanzen. Am Horizont Windrad und Bäume

Mutterkühe

Seit 2025 bereichert eine Mutterkuhherde unseren Betrieb. Die Aubrac-Kühe stammen ursprünglich aus Frankreich – genauer gesagt aus dem Aubrac, einem kargen Hochplateau, auf dem diese robuste Zweinutzungsrasse (Milch und Fleisch) seit Jahrhunderten beheimatet ist.

Die Tiere sind besonders anpassungsfähig und widerstandsfähig, kommen hervorragend mit extensiven Haltungsbedingungen zurecht und verbringen das ganze Jahr auf der Weide. Langfristig soll die Herde in den Ackerbau integriert werden und künftig unsere Zwischenfrüchte und Ackerfutter beweiden.

Eine Herde glückliche Kühe auf der Weide

Stellenangebote, Ausbildung und Praktika

Aktuell haben wir leider keine Stelle frei. Wir freuen uns über Initiativbewerbungen oder Anfragen für Praktika. Wenn ihr Interesse an einer betriebsübergreifenden Ausbildung habt, meldet euch gern.

Netzwerk

Wir sind Mitglied im Netzwerk Leitbetriebe Pflanzenbau und führen in diesem Rahmen regelmäßig Feldtage für Interessierte durch. Bei Interesse gerne melden.

Des Weiteren besteht eine langjährige Kooperation mit dem Saatzuchtunternehmen KWS, für welches wir Sortenversuche anlegen und auf Feldtagen im Herbs und Frühjahr auswerten.

Geschäftskunden

Wir sind stetig auf der Suche nach neuen Kulturen und Möglichkeiten der Vermarktung. Für mögliche Zusammenarbeit kontaktieren Sie uns gern!

Förderungen

Brandenburger Innovationsfachkräfte 2022

Zur Weiterentwicklung des Betriebs in den Feldern:

  • mechanische Unkrautregulierung zur Reduktion des Herbizideinsatzes
  • Etablierung einer eigenen Saatgutaufbereitung
  • Planung eines Agroforstsystems
  • Beweidung von Zwischenfrüchten auf Ackerflächen mit Mob Grazing in Kooperation mit dem EIP-Projekt: Zwischenfruchtbeweidung

beschäftigen wir eine Innovationsfachkraft. Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union und des Landes Brandenburg. Ziel ist es dabei Praktiken, die für uns neu im Betrieb sind, zu ergründen und somit den Betrieb resilienter und nachhaltiger aufzustellen.

Kofinanziert durch die EU